4 Tipps für schmerzende Füße und Beine

Bei starken Schmerzen helfen leider nur Schmerzmittel. Doch als Ergänzung bzw. zur Linderung habe ich ein paar hilfreiche Methoden entdeckt, die ich dir vorstellen möchte:

1. Kompressions- und Stützstrümpfe tragen. Durch das Ausüben des Drucks werden meine Schmerzen gelindert und im Alltag erträglicher.

Bei leichteren Beschwerden reichen Stützstrümpfe, für starke Schmerzen sind Kompressionsstrümpfe geeigneter. Kompressionsstrümpfe haben den Vorteil, dass man sie auf Rezept bekommt. Eine nicht unerhebliche Zuzahlung ist aber leider dennoch zu leisten.

Für Zuhause benutze ich kniehohe medizinische IMAG3293.jpgKompressionsstrümpfe, in die ich mir vorne Löcher schneide, sodass die Zehen offen sind. Durch den Druck werden die Schmerzen verringert, gleichzeitig sorgen die offenen Zehen aber für eine angenehme Kühle.

Für unterwegs verwende ich beinlange (halterlose) Stützstrümpfe „gilofa style“ 280 den in schwarz. Es gibt sie im Sanitätshaus für stolze 40 €. Pluspunkt: Sie sehen elegant aus und fühlen sich angenehm an. Bei täglichem Tragen halten die Haftränder  ca. 3-4 Monate. Wer es hüfthoch mag, ist mit diesen sicher besser bedient, da sie voraussichtlich länger halten.

2. Fuß- /Beinmassagen vom Partner, Familienmitglied oder Freunden geben lassen. Je länger und kräftiger die Massage ausfällt, desto wirksamer ist sie. Hinterher ist es, als würde man auf Wolken schweben. Außerdem tun Streicheleinheiten immer gut.

3. Leichte Bewegung, zum Beispiel langsames Gehen auf dem Laufband.

4. Schwimmen gehen, idealerweise in kühlem Wasser. Die Bewegung lässt meine Beine ruhiger werden und mich nachts besser schlafen.

8 Tipps für heiße, brennende Füße und Beine

Das für mich belastendste Symptom bei Morbus Fabry sind aktuell meine heißen, brennenden, schmerzenden und kribbelnden Füße und Beine. Inzwischen sind auch meine Hände und Arme betroffen.
In diesem und im nächsten Artikel möchte ich dir zeigen, welche Hilfsmittel mir geholfen haben, die Schmerzen zu lindern und den Alltag besser zu meistern.

1. Füße und Beine mit kaltem Wasser abduschen, je nach Bedarf mehrmals pro Tag. Anschließend Wasser nur leicht abtupfen. Regelmäßiges Eincremen nicht vergessen, da die Haut bei häufigem Abduschen sehr schnell austrocknet. Vorsicht bei eiskaltem Wasser, kann bei zu langem Abduschen zu Kreislaufbeschwerden führen.

2. Fußbäder mit kaltem Wasser, z.B. beim Sitzen am Schreibtisch oder draußen beim Grillen. Einfach eine Plastikschüssel mit kaltem Wasser (ggf. mit Eiswürfeln) füllen. Ist insbesondere in den Sommermonaten eine Wohltat.

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3. Schwimmen gehen, idealerweise in kühlem Wasser. Die Bewegung lässt meine Beine für mehrere Stunden ruhiger werden und mich nachts besser schlafen. Selbst das Schwimmen in warmen Wasser, auch in Kombination mit Sauna, kann (je nach Schwere) möglich sein, wenn die Beine anschließend unter der Dusche lange genug mit kaltem Wasser abgeduscht werden.

4. Bei Spaziergängen in Flüsse und Bäche steigen.

5. Kühlakkus zum Schlafen benutzen.

6. Wadenwickel machen, nach Erwärmen wieder abnehmen.

7. Kleidungsstil umstellen. Was mir früher meine Jeanshosen, Socken und Sneaker waren, sind mir heute meine Kleider, Röcke und Sandalen. Selbst im Winter trage ich Kleider, allerdings in Kombi mit langen Stützstrümpfen und geschlossenen, aber nicht gefütterten Schuhen. Bei unter 0 Grad ziehe ich unter Umständen ein paar Socken an, weil ich die Sorge habe, dass mir aus Versehen die Füße abfrieren. Sobald es Frühling wird und man nicht mehr ganz schräg angeschaut wird, kommen die Sandalen wieder zum Einsatz.

8. Bettroutine überdenken. Auch bei der Bettroutine hilft es, auf dünnere Decken umzustellen und zu überprüfen, auf welcher Matratze man schläft.
Meiner Erfahrung nach sind Kaltschaummatratzen bei heißen Füßen und Beinen eher nicht geeignet, insbesondere in den Sommermonaten, da sie Wärme ausstrahlen. Ich selbst schlafe auf einer Federkern-Matratze am besten.