Warum ich als chronische Schmerzpatientin manchmal unter Verschieberitis leide

Hallo ihr lieben, treuen Leser*innen!

Ich wünsche euch ein frohes neues Jahr und hoffe, ihr hattet angenehme und entspannte Feiertage.

Auch 2018 wird es viele neue Artikel auf meinem Blog geben. In Planung sind u.a. diese Artikel:

  • Lebensmitteltrigger
  • 3 Fabry-Kinderbücher im Vergleich
  • Lebenszeit vs. Lebensqualität

Daneben habe ich noch 20 andere Ideen, aber falls ihr ein Thema habt, das euch sehr beschäftigt, freue ich mich immer über Kommentare oder Mails!

Bei mir stand Ende 2017 noch ein Heimaturlaub sowie Umzugsvorbereitungen an, weshalb es hier etwas ruhiger war. Doch das ist nicht der einzige Grund. Vielleicht kennt ihr das: Als chronischer Schmerzpatient braucht man ab und zu – oder auch öfter – seine Auszeiten von dem Thema. Das ist eigentlich ein Widerspruch in sich, denn mit chronischen Schmerzen hat man mit diesen jeden Tag zu tun. Bei mir ist es meistens so, dass es zwei Zustände gibt:

Zustand 1: Ich leide sehr unter den Schmerzen/ dem Brennen in Armen und Füßen und bin damit beschäftigt, das Gefühl auszuhalten und/oder es durch Maßnahmen wie Abduschen oder Massagen oder der Meidung von Triggern zu reduzieren. Das beschlagnahmt meine volle Aufmerksamkeit und Energie.

Zustand 2: Es geht mir gerade ganz gut, das Fremdkörpergefühl ist zwar da, aber die Schmerzen sind im Hintergrund. In diesem Zustand freue ich mich und nutze meine freie Zeit aktiv, um mich mit dem zu beschäftigen, was der Alltag bereit hält – und ganz bewusst auch für schönen Dingen des Lebens.

Und genau zwischen diesen Zuständen schreibe ich den Blog 😀 Das ist oft nur ein kurzes Zeitfenster. Denn in Zustand 1 ist es mir nicht möglich, weil es mir zu schlecht geht und das hier ja kein Depriblog werden soll. In Zustand 2 nutze ich meine Zeit, um mich mit Positivem zu beschäftigen. Würde ich in Zustand 2 Blog schreiben, würde das unweigerlich zu einer Verschlechterung der Symptome führen, da Nervenschmerzen leider sehr anfällig sind für jede Art von Stress, egal ob positiv oder negativ.

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Die Verschieberitis, also das Vermeiden der Beschäftigung mit den körperlichen Beschwerden/Schmerzen, kann allerdings auch von Nachteil sein, wenn diese sich auf Arztbesuche oder das Finden von Lösungen (Therapie, Schmerzreduktion etc.) bezieht.

In der Vergangenheit hatte ich das zwei Mal in sehr langen Phasen. Das erste Mal, als ich noch gar nicht wusste, dass ich Morbus Fabry habe und noch auf Ursachenforschung war. Zu der Zeit war ich bereits seit einem 3/4 Jahr auf Suche, doch kein Arzt konnte mir helfen bzw. eine Lösung für meine Beschwerden finden. Venenspezialist und Heilpraktiker waren bereits aufgesucht, beim Neurologen waren (fast) alle Tests gemacht, das Medikament für Restless legs sprang nicht an – ich wusste nicht mehr weiter. Verschieberitis ist manchmal also ein bewusster Zustand des sich nicht mit etwas Beschäftigen-Wollens, teilweise aber entsteht sie aus Hilfslosigkeit. Die Erfahrung, dass selbst Spezialisten nichts finden, führt dazu, dass man selbst nicht mehr daran glaubt, eine Lösung für das Problem zu finden.
Ein halbes Jahr schob ich die Brennschmerzen und alles andere gedanklich beiseite. Das ist bei Fortschreiten einer Krankheit sicher (vor allem im Nachhinein) nicht immer gut. Manchmal gibt es aber Zeiten, da braucht man es für seine psychische Gesundheit umso mehr, auszutreten aus der Beschäftigung mit der Krankheit und dem Ärztemarathon, um sich eine Verschnaufpause zu gönnen.

Die zweite lange Phase von Verschieberitis hatte ich im vergangenen halben Jahr: Erstmal war ich froh darüber, zu wissen, was ich habe, und darüber, mit Galafold eine Therapie zu bekommen. Es war auch ein neugieriges Abwarten: Was wird sich unter der Therapie alles verbessern? Und siehe da, es hat sich vieles verbessert! (Dazu an anderer Stelle mehr). Was leider nicht besser geworden ist, sind meine Brennschmerzen. Also versuchte ich zunächst, alternative Optionen zu den Hammermedikamenten zu finden, die mir gegen die neuropathischen Schmerzen verschrieben wurden. Später erfuhr ich, dass ich diese mit (potentiellem) Kinderwunsch gar nicht nehmen darf. Ich war also wieder mit meinem Latein am Ende. Wer soll mir denn helfen, wenn selbst eine Spezialklinik keine Idee hat, was man sonst gegen neuropathische Schmerzen machen kann?

Die Hoffnung auf Hilfe war eigentlich nur einen Klick entfernt: Suchmaschine anwerfen und nach Schmerztherapeuten suchen. Es wird doch verdammt noch mal jemanden geben, der noch eine Idee hat. Was ich tat: Nichts. Warum? Dieses Mal nicht aus Hilflosig- sondern aus Hoffnungslosigkeit. Und auch: Weil ich das Thema Krankheit über hatte. Ich wollte nur Positives: Blog schreiben, andere Patienten kennenlernen, das Privatleben genießen. Das funktioniert allerdings nur so lange, bis wieder eine Schmerzattacke oder -krise kommt, und dann fragt man sich, warum man nicht längst etwas unternommen hat. Diesen Prozess muss man manchmal mehrfach durchlaufen – immer und immer wieder. Bis man zu dem richtigen Zeitpunkt plötzlich – ZACK- mal den Zwischenzustand erwischt und genau zu dieser Zeit zur Tastatur oder zum Hörer greift und wieder aktiv wird.

Was Silvester noch ein Vorsatz war, ist inzwischen Wirklichkeit geworden: Ich habe bereits Termine gemacht und bin wieder motiviert, der Neuropathie etwas entgegenzusetzen. Von jetzt an wird wieder aktiv gekämpft – und aktiv geschrieben. Und falls ihr doch mal einen Monat nichts lest, wollen wir hoffen, dass ihr und ich mich gerade in Zustand 2 befinde 🙂

Bis ganz bald und liebe Grüße!

Wie Minimalismus hilft, Stress zu reduzieren

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Minimalismus und Morbus Fabry?

‚Was hat Minimalismus mit Morbus Fabry zu tun?‘, fragst du dich vielleicht. Zugegeben, es besteht kein direkter Zusammenhang. Dennoch möchte ich dir berichten, wie mir Minimalismus im Alltag geholfen hat, Stress und somit auch chronische Schmerzen und Erschöpfungszustände zu reduzieren. Stress ist in unserem Fall zwar nicht die Ursache für die Beschwerden. Die Ursache ist die Krankheit selbst. Doch habe ich erlebt, dass Stress von außen oder emotionaler Stress die Symptome noch verstärken können – seien es Kopf-, Magen-, Arm- oder Beinschmerzen oder auch starke Müdigkeit.

Um es vorweg zu nehmen: Ich glaube, dass dieser Lebensstil jedem helfen kann, seinen Alltag einfacher zu machen, egal ob krank oder nicht. Doch wenn man krank ist, sollte man sich seine Ressourcen besonders gut einteilen. Und wäre es in dem Fall nicht praktisch, die (begrenzte) Energie, die man zur Verfügung hat, nur für das Wichtige im Leben zu investieren?

Wie es begann

Aber ganz zum Anfang: Ich wurde nicht als Minimalistin geboren, im Gegenteil. Im Laufe der Jahre häuften sich bei mir immer mehr Dinge an, die nicht gerade kompatibel mit meiner 1-Zimmer-Wohnung waren. Als ich vor drei Jahren am Ende meines Studiums stand und eigentlich meine Abschlussarbeit schreiben sollte, wurde es mir zuviel. Meine Wohnung quoll über. Ich hatte das Gefühl, als würde jedes einzelne Teil mein Gehirn verstopfen und es mir unmöglich machen, nur einen klaren Gedanken für die Bachelorarbeit zu fassen.

Was ist Minimalismus?

Aber was versteht man eigentlich unter Minimalismus? Inzwischen haben viele schon mal davon gehört, denn nach und nach wird das Thema populärer. Waren es vor wenigen Jahren noch eine handvoll „Spinner“, die sich dafür interessierten, so sind es mittlerweile Hunderte oder Tausende, inklusive zahlloser Blogs und Bücher. Oft wird Minimalismus aber immer noch falsch verstanden: Als Askese, bei der man nicht mehr als 100 Dinge besitzen darf. Das stimmt so nicht. Minimalismus soll Spaß machen und guttun. Und jeder bestimmt selbst, wie viel er besitzt. Kein Minimalist, mit dem ich befreundet bin, hat jemals seinen Besitz gezählt. Ein weiterer Irrtum: Dass Minimalismus nur etwas mit Gegenständen aussortieren zu tun hat. Das ist meistens der erste Schritt, aber nicht der Letzte. Es geht im Weiteren auch um Achtsamkeit, Müßiggang, Nachhaltigkeit und um die Frage, wie möchte ich die wertvolle Zeit, die ich habe, am liebsten nutzen, wie kann ich am besten im Moment leben.

Der Spruch „Von dem Geld, das wir nicht haben, kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen, um Leute zu imponieren, die wir nicht mögen“, trifft das Dilemma der Konsumgesellschaft. Wofür kaufen wir so viele Sachen? Jedes Teil, das wir besitzen, braucht unsere Aufmerksamkeit und auch unsere Lebenszeit, auch wenn uns das oft nicht bewusst ist. Der Kauf ist noch am schnellsten getan. Dann aber will der Gegenstand gepflegt, repariert, geputzt, verstaut oder ggf. wieder verkauft werden. Abgesehen davon, dass er Geld gekostet hat, welches wir durch Arbeit generieren und damit wiederum mit Lebenszeit bezahlen.

Wenn man Menschen am Ende ihres Lebens fragt, was sie am meisten bereuen, dann ist ein Punkt oftmals, dass sie zu wenig Zeit für ihre Liebsten hatten, weil sie zu viel gearbeitet haben. Möglicherweise denkst du nun: „Ja, die hat gut reden, aber wie soll ich weniger arbeiten? Ich muss meine Familie ernähren.“ Klar, nicht jeder kann Teilzeit arbeiten und davon leben. Aber die Veränderung kann bereits im Kleinen beginnen: Muss man sich beispielsweise zu Weihnachten und zum Geburtstag Berge von Geschenken machen? Könnte man nicht einfach gemeinsam was Schönes unternehmen? Oder zu Weihnachten die Vorweihnachtszeit zum Plätzchenbacken nutzen, und wirklich mal erleben, was Besinnlichkeit bedeutet, statt sich durch zugestopfte Einkaufsmeilen zu quetschen?

Hast du mal erlebt, wie befreit du dich fühlst, wenn du im Urlaub im Hotel bist? Das liegt nicht nur daran, dass du Urlaub hattest, sondern auch daran, dass du so wenig Gepäck dabei hattest. Und damit kommt man ziemlich lange gut aus, denn man hat nur das Wichtigste dabei: Kleidung, vielleicht einen Laptop und ein paar Bücher.

Oder hast du mal einen Raum geputzt, der wunderbar aufgeräumt war und in dem es nur wenig Deko gab? Seit ich minimalistisch lebe, geht die Haushaltsarbeit viel schneller und macht zudem noch mehr Spaß.

Persönliche Grenzen

Minimalismus hat jedoch auch seine Grenzen. Und die sind ebenso wie die Vorgehensweise bei jedem individuell. Bei mir ist die Grenze dort erreicht, wo es unpraktisch wird. Einfach zu leben bedeutet für mich nicht nur, wenig zu besitzen, sondern auch, Zeit zu sparen. Wenn ich also nur noch drei Paar Unterhosen besitzen würde und somit alle drei Tage waschen müsste, wäre für mich das Prinzip des Minimalismus nicht mehr gegeben. Ich habe genug Kleidung, um länger als eine Woche damit auszukommen.

Warum das einfache Leben hilft, Schmerzen zu reduzieren

Das eigene Leben und den Alltag zu vereinfachen kann im ersten Schritt Arbeit bedeuten, da man sich überlegen muss, wie man was loswerden kann und möchte. Doch meiner Erfahrung nach ist es nicht nur Arbeit, es ist auch sehr befreiend! Und es muss nicht innerhalb eines Monats geschehen, sondern kann Step by Step erfolgen. Und hast du diesen Schritt einmal getan (und verhinderst, dass wieder viel reinkommt), so hast du den Grundstein gelegt. Minimalismus ist kein Hobby, es wird irgendwann zu einem Lebensgefühl, das man verinnerlicht. Es zieht weite Kreise: Man hat plötzlich die Möglichkeit und die Ruhe sich mit Themen zu beschäftigen, für die lange keine Zeit war. Vielleicht zum Bücherlesen, für Meditation, für Langsamkeit. Oder auch einfach nur: Für’s Nichtstun. Das ist das besonders Wertvolle und Heilsame.

Wie starten?

Hast du Lust bekommen, dein Leben zu vereinfachen? Hier findest du viele Tipps:

Blogs:
https://achtsame-lebenskunst.de/
http://www.einfachbewusst.de/
http://malmini.de/

Artikel:
Interview vom Zeitverein: http://www.zeitverein.com/wp-content/uploads/2017/07/2017-07-25_Salzburger%20Fenster_Zeit.pdf

Interview mit Nico Paech: http://www.tagesspiegel.de/politik/wachstumskritiker-niko-paech-sehe-ich-aus-wie-ein-hippie/7431092.html

Community zum Austausch:
https://minimalisten.org/

Stammtischdaten:
http://www.minimalismus-stammtisch.de/

Youtuber zu Minimalismus:
Minimal Mimi: https://www.youtube.com/channel/UCAguZeXOsmQpTVGbXj6-KwA
Undine Almani (Achtung, Ironie): https://www.youtube.com/channel/UCU9DFOi9-JCIP-DrgUwoT2g

Doku zu Müßiggang:
https://youtu.be/kazLxiXE3zw

Umgang mit Freunden und Verwandten

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„Spannst du die Saite zu stark, wird sie reißen. Spannst du sie zu schwach, kannst du nicht auf ihr spielen.“

(Buddha)

In diesem Artikel von wikihow ging es vor allem um Tipps für Angehörige. Heute möchte ich die umgekehrte Situation behandeln: Wie gehe ich als chronischer Schmerzpatient am besten mit Freunden und Verwandten um? Soll ich über meine Beschwerden reden?

Zunächst einmal die zwei Extreme:

  1. Ich spreche nie über meine Schmerzen und Beschwerden, die mich tagtäglich belasten. Das könnte beispielsweise so aussehen: Ich mache eine 6-stündige Wanderung im Schwarzwald und erzählte hinterher, wie schön die Natur war, wie viel Spaß ich hatte und schicke noch ein paar Fotos mit, auf denen ich strahle wie der Sonnenschein.
    Daraus schlussfolgern vermutlich viele Freunde und Verwandte, dass es nun wirklich bergauf geht bei mir, wenn ich solch eine Anstrengung so gut durchhalte. Im Einzelfall kommt eine irritierte Nachfrage, ob meine Beine das mitgemacht haben. Insgesamt aber haben die meisten den Eindruck, es ginge mir bestens und meine gesundheitlichen Probleme seien ja gar nicht so schlimm.
    (Was ich bei dieser Variante aber nicht gesagt habe: Nach der Wanderung hatte ich so extrem starke Schmerzen in den Beinen, dass ich abends weinend auf dem Bett lag und daran gedacht habe, dass ich nicht mehr lange mit diesen Schmerzen leben kann und möchte).Der Gedanke dahinter: Helfen kann mir sowieso niemand, also bringt es nichts, darüber zu reden und andere runterzuziehen.

    Vorteil: Ich verbreite gute Stimmung und andere freuen sich mit mir.

    Nachteil: Ich muss das Leid, das schon belastend genug ist, komplett mir mir selber ausmachen und auf meinen Schultern tragen. Eine Folge kann sein, dass ich mich zurückziehe und Treffen absage und niemand versteht, weshalb. Dadurch können Freundschaften verlorengehen.

  2. Ich spreche ständig darüber, wie schlecht es mir geht: Wie weh mir mein Körper tut, dass ich erschöpft bin, dass ich meinen Lieblingssport das Joggen nicht mehr betreiben kann, dass ich deswegen zugenommen habe, dass ich 24 Stunden am Tag Kompressionsstrümpfe tragen muss, dass es zu heiß ist, dass ich die Nase voll habe, jede Woche zum Arzt zu gehen, dass ich durch die Zeit der Arbeitslosigkeit einen Berg von Schulden angehäuft habe, dass ich durch die Schmerzen und negativen Erfahrungen mit Ärzten ein anderer, misstrauischerer Mensch geworden bin… usw.Der Gedanke dahinter: Ich möchte meiner Umwelt nichts vorspielen.
    Vorteil: Reden tut gut und befreit die Seele. Wenn ich mit Menschen darüber spreche, wie es mir geht, fühle ich mich hinterher meist besser.

    Nachteil: Auf Dauer beginne ich mein Umfeld mit meiner Negativität zu nerven. Keiner kann sich immer nur Gejammere anhören, vor allem, wenn er sich in die Situation nicht hineinversetzen kann. Die Geduld und das Verständnis sind irgendwann aufgebraucht, die Leute ziehen sich von einem zurück.

Vorweg möchte ich sagen: Ich glaube nicht, dass es den richtigen Weg gibt. Allerdings habe ich den Eindruck, dass ein gesunder Mittelweg der angenehmste für alle Seiten ist. Was bedeutet das konkret?
Es bedeutet, dass ich immer wieder neu entscheide, wem ich wann was sage. Es hängt natürlich von meiner eigenen Stimmung ab, aber auch von meinem Gegenüber. Habe ich das Gefühl, ich kann der Person etwas zumuten? Passt es gerade zum Thema? Geht es mir so schlecht, dass ich sowieso nicht verheimlichen kann, wie es wirklich um meine Stimmung steht? Oder bin ich gerade gut drauf und gedanklich mit etwas anderem beschäftigt, sodass ich das Thema auch gut mal ruhen lassen kann?

Das ist immer wieder ein Balanceakt, der mal besser, mal schlechter funktioniert. Wichtig ist meiner Meinung nach, sich nicht zu verstellen. Offenheit ist das wichtigste für menschliche Kontakte. Was wären das für Freundschaften, wenn ich nicht sagen kann, wie ich mich fühle? Trotzdem sollte man versuchen, das, was für das Umfeld zu einer zu großen Last werden würde, auszulagern: Sei es, indem man noch mal mit Ärzten spricht, ob eine bessere Einstellung der Schmerzmedikamente probiert werden kann, über das Schreiben oder Treffen von anderen Patienten in Selbsthilfegruppen oder auch, indem man eine Psychotherapie beginnt, in der jemand sitzt, der dafür bezahlt wird, dass er sich das jede Woche anhören muss.

Was auch hilfreich ist, um unabhängig von anderen Menschen mit der eigenen Lage umgehen zu können: Individuelle Wege finden, indem man das tut, was einem Freude bereitet sowie Stress bzw. Schmerzen abbaut, z. B.: Tagebuch oder Blog schreiben,  Sportarten finden, die möglich sind,  Yoga und Meditation praktizieren, Musik hören, die Trost spendet, Galgenhumor. Mir persönlich hilft unter anderem Minimalismus. Was genau es damit auf sich hat, das erfährst du in einem der nächsten Artikel.

Menschen mit chronischen Schmerzen verstehen – Tipps für Angehörige

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Eigentlich wollte ich einen Artikel schreiben, der sich an Angehörige von Menschen richtet, die unter chronischen Schmerzen leiden. Doch dann entdeckte ich eher durch Zufall einen Artikel bei wikihow, der genau das thematisiert und mir vollkommen aus der Seele spricht.

Neben den hilfreichen Tipps ist dieser Artikel auch noch sehr ansprechend illustriert. Absolut empfehlenswert für jeden, der sich fragt, wie er mit einem Freund oder Verwandten umgehen soll. Aber auch für Patienten, die sich durch ihr Umfeld vielleicht unverstanden fühlen.

Viel Spaß beim Lesen: http://de.m.wikihow.com/Menschen-mit-chronischen-Schmerzen-verstehen#Erfahre_mehr_.C3.BCber_chronische_Schmerzen